dicke bücher am feuer #4
CAMUS AM KAMIN
Es soll sie wieder geben! Die dicken bücher am feuer!
Nachdem wir „Melville & Moby Dick“, „Victor Hugo & Die Elenden“ sowie „Tolstoi & Krieg und Frieden“ auf die Bühne gebracht haben, verlassen wir das 19. Jahrhundert zugunsten des 20. Jahrhunderts und spüren nach, wovon Hugo seine Revolutionäre auf den Barrikaden träumen ließ:
„Das neunzehnte Jahrhundert ist groß, aber das zwanzigste wird das glückliche Jahrhundert sein: Nichts mehr wird der alten Geschichte ähneln. Es wird keine Eroberung, keine Invasion, keine Vergewaltigung, keine Rivalität der Nationen mit bewaffneter Hand, kein Aussetzen der Zivilisation wegen einer Heirat unter Königen, keine Erbtyranneien, keine Teilung von Völkern, keine Zerstückelung durch den Einsturz einer Dynastie, kein Kampf zweier Religionen mehr geben. Es wird keinen Hunger, keine Ausbeutung, keine Prostitution aus Not, kein Elend durch Arbeitslosigkeit, kein Schafott, keine Brigantenwillkür mehr zu fürchten sein. Die Menschheit wird glücklich sein im 20. Jahrhundert. Sie wird ihr Gesetz erfüllen, wie der Erdball das seine erfüllt.“
Wie ist diese schwärmerische Vison an der makaberen Realität gescheitert… und scheitert noch und immer wieder!
Mit Albert Camus‘ Werk starten wir eine Neuauflage unserer LesePerformances. Diesmal dringen wir in die gedankliche Welt des Existenzialsmus vor. Camus, Simone de Beauvoir und Sartre treten auf der Bühne in einen Dialog miteinander und verhandeln über „DAS SEIN UND DAS NICHTS“. So spinnen wir einen feinen Faden von Hamlet zu den Existentialisten und blicken dabei auf uns selbst und unsere Zeit.
Die Premiere wird voraussichtlich im November 2026 sein.
